Presseberichte

Interview W.Flüchter



Zeitungsinterview mit unserem 1. Vorsitzenden Wolfgang Flüchter zur finanziellen Krise des BVB
(geführt mit der Westfälischen Rundschau)



Die Hiobsbotschaften aus Dortmund überschlagen sich: BVB vor der Pleite? Droht der Zwangsabstieg oder gibt es doch noch eine Rettung? Selbst von der Umwandlung in FC Dortmund ist die Rede. Was sagen die Treuesten der Treuen dazu: Die Mitglieder des zahlenmäßig größten BVB-Fanclubs aus Oeventrop und Freienohl. Die WR sprach mit dem Vorsitzenden Wolfgang Flüchter.

Auch wenn er sich eher mit Kritik zurückhält, macht Flüchter keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: "Es ist schon traurig zu sehen, wie die das Geld verschleudert haben". Geld, das auch der normale Fan in den Club gesteckt hat. Nicht wenige der Mitglieder seines Fanclubs haben sich beim Börsenstart Aktien ins Depot gelegt. "Nicht zum Zocken, sondern zum Vererben an die Kinder", wie Flüchter sagt. Viel Spaß dürften die Erben damit derzeit nicht haben. Die Aktie sank allein gestern über 25 Prozent. Von den ehemaligen 11 Euro pro Stück ist nur noch ein Bruchteil übrig geblieben.

Aber das ist nicht das Entscheidende, was die Fans bewegt. Es geht um ihre Herzensangelegenheit, um Treue zu einem Verein, der mehr ist als nur ein kleines Hobby. "Seit 41 Jahren fahre ich dahin und das wird auch in der Zukunft nicht anders sein," sagt Wolfgang Flüchter, der in der Vorstandsetage der Borussia viele Leute kennt und mit einigen altinternationalen Spielern befreundet ist. Fast alle waren auch schon in Oeventrop.

Was derzeit bei Flüchter und vielen seiner Freunde vom Fanclub bleibt, ist die Hoffnung, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.

Mit kleinerem Bus in die Verbandsliga

"Wir glauben, dass die eingeleitete Sanierung mit dem Sauerländer Aki Watzke an der Spitze greifen kann", sagt Wolfgang Flüchter und ergänzt selbstbeschwörend: "Wir dürfen einfach nicht kaputtgehen". Dass er jemals seine Dauerkarte abgegen wird, ist für den Vorsitzenden des Fanclubs undenkbar. Für viele der Mitglieder ist auch eine Namensumwandlung absurd. Ein FC Dortmund statt des geliebten BVB? Was für eine Vorstellung.

Fazit: Auch wenn es dem mehrfachen deutschen Meisters und Champions-League-Sieger jetzt dreckiger als je zuvor geht, halten ihm die meisten Mitglieder des Fanclubs die Treue. "Wenn es sein muss, fahren wir auch zu Spielen in der Verbandsliga. Allerdings dann wohl mit einem kleineren Bus", scherzt Flüchter.

17.02.2005 Von Detlef Schlüchtermann

 

 

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